21 Sep 2022

Wie war ESI SyNC 2022?

Die ESI Systems Neuroscience Conference, ESI SyNC, ist der Höhepunkt des akademischen Jahres. Anfang September drehte sich zwei Tage lang alles ums Diskutieren und Anregungen sammeln. Was hat die Teilnehmenden dabei am meisten beeindruckt? Eine Umfrage.


Die Ernst Strüngmann Institute Systems Neuroscience Conference (ESI SyNC) 2022 konnte endlich wieder vor Ort stattfinden. Am 8. und 9. September näherten sich fast 100 Konferenzteilnehmer:innen vor Ort dem Thema Das sich permanent verändernde Gehirn: durch Entwicklung und Evolution. Elf Vortragende präsentierten ihre Forschungsergebnisse über die Entwicklung, Organisation und Evolution des Gehirns - von der Anatomie bis zur Funktion, vom Mikroschaltkreis bis zum Netzwerk des gesamten Gehirns, von den Ursprüngen der Kognition bei Einzellern bis zum komplexen Sozialverhalten bei Primaten.

Junge Forschende hatten die Möglichkeit, in formellen und informellen Diskussionen Ideen auszutauschen und Fragen zu stellen. Was ihnen dabei am meisten im Gedächtnis geblieben ist, erzählen sie hier:


Leila Zacharias:

„Die Konferenz war sehr gut organisiert und unter den Gästen herrschte eine gute Stimmung. Ich bin Psychologiestudentin, von daher fehlte es mir bei vielen Vorträgen an Vorwissen, aber die Teile, die Psychologie tangierten, waren gut. Ich habe neue Perspektiven kennengelernt und andere Ansätze zu Fragen, die mich auch interessieren. Am spannendsten für mich war der Vortrag von Onur Güntürkün – viele Inhalte konnte ich gut nachvollziehen, darüber hinaus ist er ein sympathischer Mensch und ein erfahrener Redner, bei dem es Spaß macht zuzuhören.“




Tae Ho Lim:

„Ich habe mich auf Daniel Takahashi gefreut, weil ich alle seine Arbeiten gelesen habe. Und ich habe es genossen, ihn reden zu hören. Ileana Hanganu-Opatz hat mich sehr positiv überrascht. Ihr Vortrag über kritische Perioden der kognitiven Reifung hat mir sehr gut gefallen, da er einen entwicklungsbezogenen Einblick in mein früheres Dissertationsthema gab, nämlich Schaltkreisanomalien bei Schizophrenie. Wie sie darüber sprach, fühlte sich an, als würde sie mein Verständnis darüber vervollständigen.”





Eva Petersen:

„Die Vorträge waren alle sehr unterschiedlich und passten doch alle sehr gut zum Titel der Konferenz. Mein persönlicher Favorit war Rogier Mars. Sein Vortrag war ausgezeichnet. Ich finde es immer sehr interessant zu sehen, was Menschen dazu bringt, Forschung zu betreiben, und noch mehr, wenn es ihnen gelingt, dies ihrem Publikum zu vermitteln - so wie Rogier Mars.“









Alex Bird:

„Die Vorträge haben sehr gut zum Thema gepasst: the ever changing brain – through development and evolution. Ich fand den Vortrag von Suzana Herculano-Houzel interessant und den von Onur Güntürkün. Ich habe gehört, dass er ein guter Redner ist – und ich muss sagen: Er hat seinem Ruf alle Ehre gemacht. Es war seit einiger Zeit die erste Konferenz unseres Instituts, die wieder vor Ort stattgefunden hat. Ich habe es genossen, dass das alte Gefühl wieder da ist und die nette Atmosphäre unter den Teilnehmenden.”






Berkutay Mert:

„Ich nehme zum zweiten Mal teil an ESI SyNC. Die Konferenz 2021 war so interessant und anregend, dass ich auch dieses Jahr wieder mit dabei sein wollte. In diesen zwei Tagen habe ich es genossen, Teil der akademischen Gemeinschaft zu sein und die Möglichkeit zu haben, Einblicke in die Arbeit vieler verschiedener Labore, die von ihnen verwendeten Techniken, ihre Hypothesen und wissenschaftlichen Argumente zu erhalten. All dies lässt einen deutlich erkennen, wie sich Wissenschaft entwickelt. Mein persönliches Highlight war Pamela Lyon. Ihre Behauptungen sind sehr umstritten, und sie zeigte eine Perspektive auf, die ich noch nie gehört habe. Sehr unkonventionell, sehr mutig – das hat mir gefallen.”



Marika Mearelli und Caterina Ciani:

„Wir konnten jedem Vortrag gut folgen, weil keiner tiefes Detailwissen voraussetzte. Besonders beeindruckt hat uns die Reihenfolge der Talks: der erste, von Georg Striedter, war eher allgemein gehalten, fast wie ein Journal Club. Danach wurde es zunehmend spezifischer. So konnten alle Teilnehmenden immer tiefer in das Konferenzthema eintauchen. Auch das Drumherum mochten wir: nette Leute, nicht zu überlaufen und somit die Möglichkeit nicht nur neue Kontakte zu knüpfen, sondern auch tiefergehende Gespräche zu führen.“




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