Dr. Ernst Strüngmann


Der Namensgeber unseres Instituts

... wurde 1914 in Duisburg geboren. Nach dem Zweiten Weltkrieg ließ er sich als Augenarzt in Mühlheim an der Ruhr nieder und gründete parallel dazu das Unternehmen Durachemie. Zu Beginn entwickelte es augenärztliche Produkte, 1969 expandierte Dr. Ernst Strüngmann in den Generikamarkt.

1979 stiegen zwei seiner drei Söhne ins Familienunternehmen mit ein, die Zwillinge Andreas und Thomas Strüngmann. Andreas war ausgebildeter Mediziner und brachte fast zwei Jahre Berufserfahrung in Südafrika mit. Thomas hatte als Betriebswirt bei dem Pharmaunternehmen Schering-Plough in New York gearbeitet. Gemeinsam entwickelten die Brüder Durachemie weiter und verkauften es 1986 an die Firma Cyanamid Lederle. Daraufhin gründeten die beiden ihre eigene Firma, Hexal. Nachdem diese zu einem der größten Generikahersteller weltweit avanciert war, verkauften sie Hexal an den Pharmakonzern Novartis.

Dr. Ernst Strüngmann starb 2005. In Erinnerung an sein Vorbild und seine Beratung gründeten Andreas und Thomas Strüngmann die Ernst Strüngmann Foundation, die das Ernst Strüngmann Institut (ESI) for Neuroscience finanziert.


Drei Fragen an Andreas Strüngmannn

Gemeinsam mit Ihrem Bruder Thomas haben Sie das Ernst Strüngmann Institut gegründet in Erinnerung an die Persönlichkeit und die Beratung Ihres Vaters. Was hat diese ausgemacht?
Dr. Andreas Strüngmann: Unser Vater war ein sehr großzügiger Mensch, was sich auch in seinem Leitspruch widerspiegelt: „leben und leben lassen“. Es war meinem Bruder und mir nur möglich, dieses Institut zu gründen, weil unser Vater eine kleine Arzneimittelfirma besaß. Dadurch hat er uns indirekt alles ermöglicht, wovon wir heute noch profitieren. Wenn er uns nicht die Leitung seiner Firma übertragen hätte, wäre alles nicht so gekommen.

Was würde Ihr Vater dazu sagen, dass ein wissenschaftliches Institut seinen Namen trägt?
Ich glaube, er wäre stolz und würde das sehr gut finden. Er würde sagen: „Dass ich das noch einmal erleben darf!“ Ernst Strüngmann war an allem interessiert. Und eine gewisse Grundneugierde treibt auch all diejenigen an, die hier forschen.

Warum haben Sie sich für die Förderung der Neurowissenschaften entschieden?
Wir möchten die Erforschung des Gehirns unterstützen, weil von diesem Organ eine besondere Faszination ausgeht. Darum haben wir gemeinsam mit Wolf Singer und in Kooperation mit der Max-Planck-Gesellschaft das Ernst Strüngmann Institut gegründet.